Die Behandlung von Gefäßveränderungen
mit dem Diodenlaser
Unser Gefäß Laser ist vorübergehend außer Betrieb!

Kleine, rötliche Gefäßspinnen und Besenreiser - ein kosmetisches Problem

Ob bei Frauen oder Männern, krankhafte Gefäßneu- und Fehlbildungen wie kleine Gefäßspinnen im Gesicht oder Besenreiser an den Beinen, werden zurecht als kosmetisch störend empfunden, auch wenn sie in der Regel medizinisch unbedeutend sind. Sie können aber auch die Folge von Licht- bzw. Sonnenschädigung, Hauterkrankungen oder von hormonellen Veränderungen sein.

Mit dem Diodenlaser, dessen Licht mit der Wellen-länge 940 Nanometer besonders effizient von Blutgefäßen absorbiert wird, steht nun ein völlig neuartiges Lasersystem zur Verfügung, um krankhafte Gefäßveränderungen wirksam zu therapieren (2,4,5,6). Zugleich werden die Nachteile anderer Verfahren, wie beispielsweise die Ausbildung bräunlich-roter bzw. heller Flecke, vermieden.

Die Wechselwirkung des Laserlichts mit dem Gewebe


Die in der oberen Hautschicht liegenden Gefäße werden durch Wärmewirkung verschlossen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Diese selektive Wirkung gelingt dadurch, daß die Gefäße das Laserlicht viel stärker aufnehmen als die darüber liegende Haut. Das Gefäß wird thermisch geschrumpft und verschlossen, wobei das Blut in tiefer liegende Gefäße gepreßt wird und sich nicht wie bei anderen Laserverfahren - in der Hautschicht verteilt.

Für diesen thermischen Gefäßverschluß sind hohe Energiedichten notwendig. Diese werden durch eine entsprechend scharfe Fokussierung des Laserstrahls erreicht.

Auf diese Weise können auch tiefer liegende Gefäße bis zu einem Kaliber von ca. 1,5 mm erfolgreich behandelt werden.

Vorbereitung und Behandlung


Die zu behandelnden Stellen werden zunächst bei Bedarf rasiert. Je nach Lokalisation und Gefäßstruktur wird, insbesondere bei schmerzempfindlichen Patienten vorher die Anwendung einer hautoberflächenbetäubenden Creme empfohlen.

Während der Behandlung folgt der Arzt mit einem speziellen Laserhandstück dem Gefäßverlauf. Das Lasergerät sendet dabei eine Folge von kurzen Laserimpulsen aus. Bei jedem Laserimpuls zieht sich das Gefäß zusammen, wodurch das Blut verdrängt und das Gefäß verschlossen wird.

Nach der Behandlung können die behandelten Stellen zur Schmerzlinderung gekühlt werden.

Um Pigmentstörungen während des Abheilungsprozesses vorzubeugen, ist eine starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden, oder einen Sunblocker zu verwenden. Auf brauner Haut ist die Laserbehandlung nicht empfehlenswert, da hier ebenfalls ein erhöhtes Risiko einer Pigmentstörung besteht.


Ergebnisse


Das Erscheinungsbild des behandelten Gebiets variiert individuell von Patient zu Patient je nach Ausmaß und Charakteristik der Gefäßerkrankung bzw. der Gefäßveränderung.

Unmittelbar nach der Behandlung tritt eine leichte Rötung der Haut ein. Diese verschwindet in der Regel nach wenigen Stunden. Des weiteren kann nach der Behandlung von manchen Gefäßen, insbesondere von Besenreisern, eine Krustenbildung auftreten, die nach einiger Zeit wieder abheilt.

Während kleine Gefäße im Gesichtsbereich nach einmaliger Behandlung vollständig verschwinden können, benötigen Besenreiser an den Beinen oft eine mehrfache Behandlung. Die gesamte Behandlungsdauer hängt vom Ausmaß der Gefäßveränderungen und der Zahl der Nachbehandlungen ab.

© 01.2005 - Dr. med. Frank Latzke, Burgstr. 11, 63755 Alzenau
Tel. 06023/970253


Abbildung mit freundlicher Genehmigung von DornierMedTech Laser GmbH sowie DornierMedTech Europe GmbH.

Die Ziffern in Klammern beziehen sich auf die Literaturquellen


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