Moderne Medizinkosmetik: Möchten Sie jünger aussehen?

 

„Forever young“ – ein Wunschtraum, so alt wie die Menschheit!
Bedeutet doch die Jugend Gesundheit, Lebenslust, Sinnlichkeit, körperliche Aktivität und Attraktivität bei glatter, straffer und faltenfreier Haut. Attribute, die jeder Mensch gerne ewig behalten würde.

Doch bereits ab Mitte 20 beginnt allmählich ein biologisch vorgegebener Alterungsprozess unseres Körpers, der an der Haut als unserem äußersten Organ in besonderem Maße durch Umweltfaktoren wie Ozon, Tabakrauch, künstliche (Solarium) und natürliche (Sonnenbaden) UV- und Infrarotstrahlung zusätzlich gefördert wird.


Der Alterungsprozess wird sichtbar an der Haut und an den Haaren, spätestens ab Ende 30/Anfang 40 mit der Ausbildung von zunehmenden Falten im Gesicht und den ersten grauen Haaren auf dem Kopf.

Mit steigendem Alter zeigen sich an der Haut ungleichmäßige Pigmentierungen und Altersflecken sowie zunehmend sichtbar werdende Äderchen, die Haut verliert an Feuchtigkeit und wird trockener, Elastizität und Spannkraft nehmen ab, es kommt insgesamt zur Hautschlaffheit mit Faltenbildung und typischem „Absacken“ der Haut im Gesicht und am Körper.

Wir sind uns dieser Veränderungen bewußt und schätzen unsere Mitmenschen altersmäßig instinktiv u.a. durch das Ausmaß der Falten im Gesicht. Insbesondere die Querfalten der Stirn erlauben eine Alterseinschätzung, je jünger, desto weniger Querfalten auf der Stirn, je älter desto mehr. Ganz grob gilt, daß je Querfalte der Stirn ungefähr ein Lebensjahrzehnt gezählt werden kann.

Gerade aber in der Reduktion dieser zunehmend mit dem Lebensalter auftretenden Faltenbildung liegt das Ziel in dem Bestreben jünger aussehen zu wollen. Jahrelang war dies eine Domäne, die nur durch die operativen Eingriffe der plastischen Chirurgie möglich gemacht werden konnte. Seit Mitte der 90iger Jahre bieten sich jedoch innovative Möglichkeiten der kosmetischen Dermatologie, die ohne Skalpell und operatives Blutvergießen gezielt die Spannkraft der Haut verbessern, und die Bildung von Altersfalten kompensieren.

Diesbezüglich wurden für die Behandlung der Falten anfangs „permanente Filler“ verwendet, die nach einmaliger Injektion unter der Haut ein dauerhaftes, lebenslanges Ergebnis gewährleisten sollten. Dies klingt im ersten Moment für jeden Menschen verlockend, ist aber bei genauerem „Hinsehen“ mit mehr Nachteilen als Vorteilen behaftet. So bleiben versehentliche Über- oder Fehlkorrekturen der Falte dauerhaft bestehen und sichtbar. Und da natürlich die Haut um die behandelte Falte dem biologischem Alterungsprozess weiter unterliegt (Ausdünnung der Haut und des Fettgewebes) sieht man irgendwann das Material der unterfüllten Falte als unschönen Wulst aus der Haut hervorstehen („Scheeschmelzeneffekt“).

Aus diesem Grunde ist man heute dazu übergegangen, bevorzugt solche Filler zu verwenden, die vom Körper biologisch abgebaut werden. Dies hat zwar den Nachteil, daß regelmäßige Wiederholungsbehandlungen der Falte erforderlich sind. Aber die sichtbaren Vorteile überwiegen, da z.B. eine unerwünschte Überkorrektur völlig reversibel ist. Außerdem kommt es nicht zum „Stehenbleiben des Implantates“ im Gesicht bei alternder umgebender Gesichtshaut, da die wiederholten Behandlungen jeweils dem biologischen Alterungsprozess entsprechend kosmetisch gut angeglichen werden können.

Bezüglich der Faltenbehandlung sollten Sie wissen, daß es verschiedene Arten von Falten gibt und dementsprechend auch die Therapie der Faltenbehandlung ausgerichtet ist, die ich Ihnen in meiner Praxis anbiete:

1. Therapie störender Gesichtsfalten, bedingt durch einen Volumenmangel

Eine zur Unterfüllung von Hautfalten infolge Volumenmangels zunehmend verwendete Substanz ist die Hyaluronsäure. Es handelt sich hierbei um eine natürliche Zuckerverbindung, die im Gewebe aller Lebensarten produziert wird, die aber im Laufe des Älterwerdens permanent weniger gebildet wird. In der menschlichen Haut gewährleistet sie u.a. aufgrund einer hohen Wasserbindungskapazität den Volumenaufbau, die Spannkraft und Elastizität der Haut.


Zur Faltenunterfüllung steht diese Hyaluronsäure in „vernetzter Form“ als visköses Gel zur Verfügung, das mittels einer sehr dünnen Nadel direkt entlang der Falte unter die Haut eingespritzt wird. Durch die Vernetzung der Hyaluronsäure wird eine Stabilisierung erreicht und damit eine langanhaltende Wirkung der Substanz in der Falte
.

Geeignet ist diese Faltenunterspritzung für alle Falten, die durch einen Volumenmangel entstanden sind, etwa um den Mund, die Nase, Stirn oder Wangen. Da diese natürliche Substanz auch dem natürlich körpereigenen Abbau unterliegt, muß die Faltenunterspritzung in einem – individuell unterschiedlichen – Zeitraum zwischen etwa vier bis neun Monaten wiederholt werden, um den Behandlungserfolg aufrecht zu erhalten.

Mögliche lokale Nebenwirkungen können sein: Schwellung, Rötung, Hauteinblutungen und gelegentliche akneartige Knötchen. Diese klingen in der Regel nach zwei und drei Tagen spontan ab.

Nach der Faltenunterspritzung sollte man sich in den ersten Tagen nicht extremer Hitze (z.B. Sauna, Dampfbad, Solarium) oder Kälte aussetzen.

2. Therapie altersbedingter Pigmentfleckenbildung im Gesicht oder am Handrücken

Hauptsächlich durch die im Laufe der Lebens kumulierte UV-Einstrahlung (Sonne) bilden sich mit zunehmendem Alter braune Pigmentflecken in den unterschiedlichsten Schattierungen. Besonders an unseren Repräsentationsorganen dem Gesicht oder den Händen (Handrücken) sind diese Pigmentflecken optisch auffallend und kosmetisch störend. So sind bereits 30% der hellhäutigen Frauen über 40 Jahre von solchen Pigmentflecken betroffen, bei Frauen über 50 Jahre sind es bereits 90%.

Eine schonende Möglichkeit, solche Flecken dauerhaft zu entfernen, bietet die Lasertherapie mittels des selektiv oberflächig aktiven Erbium-Lasers. Der Laser „radiert“ die Pigmentflecken quasi weg, zurück bleibt eine oberflächige Schürfwunde, die unter Schorfbildung nach 3 bis 10 Tagen abheilt. Weitere ausführliche Informationen hierzu siehe auch Praxisinformation Thema 10.

3. Therapie von altersbedingt durchscheinender Äderchen oder Äderchengeflechte im Gesicht

Infolge Ausdünnung der Haut im Alter aber auch als Folge von kumulierter UV-Lichtstrahlung zeigen sich zunehmend feine Äderchengeflechte im Gesicht. Bevorzugt an den Wangen und der Nasenregion scheinen sie durch die Haut hindurch und verleihen der Haut einen vorgealterten Eindruck.

Eine einfache Möglichkeit solche Äderchen oder auch flächenhafte Äderchengeflechte zu entfernen, bietet sich mit dem Diodenlaser. Weitere ausführliche Informationen hierzu siehe auch Praxisinformation Thema 12.

Durch den vom Laser auf das Äderchen abgegebenen Wärmeimpuls kollabiert dieses und wird damit thermisch geschrumpft und verschlossen. Nach der Behandlung sehen Sie eine vorübergehende Rötung, die nach einigen Stunden wieder verschwindet und eine kleine punktförmige Schorfbildung über dem behandelten Gefäß, die sich nach zwei bis drei Tagen spontan ablöst.

4. Therapie von Zeichen der Hautalterung mittels Fruchtsäurepeeling

Die Peelingtherapie ist der Klassiker unter den Methoden, die Haut jünger aussehen zu lassen. Insbesondere die hautglättende Wirkung von Fruchtsäuren machte man sich schon im Altertum zu Nutzen. So badete Kleopatra regelmäßig in Eselsmilch (enthält Milchsäure) und die Hofdamen des Mittelalters rieben ihr Gesicht mit Rotwein ab (enthält Weinsäure), um dadurch ein oberflächliches Abschälen der aufsitzenden alten Hautschichten mit einer Verbesserung des Aussehens zu erzielen.

Die heute zur Anwendung kommenden modernen oberflächlichen Peelingverfahren mittels Fruchtsäuren zeigen ihre Wirkung an der Haut optisch u.a. in der:

Durch eine fortgesetzte Peelingtherapie kommt es infolge dieser Wirkungen zur Glättung und Verbesserung der Hautstruktur mit einem frischeren und verjüngten Aussehen der Gesichtshaut. 
Zur Vorbereitung der Haut auf die eigentliche Peelingbehandlung, müssen Sie zwei Wochen vorher täglich ein schwächer konzentriertes Fruchtsäurepräparat anwenden. Dadurch wird der ph-Wert der Haut gesenkt und die Wirkung der in der Praxis verabreichten Fruchtsäuren können sich besser entfalten. Diese Vorbehandlung hat vor dem ersten Peeling-Termin zu erfolgen und ist auch zwischen den einzelnen Peelingbehandlungen durchzuführen.

Die eigentliche Peelingbehandlung wird dann, je nach Therapieerfolg und Verträglichkeit, in 3-4 wöchigen Abständen wiederholt, wobei Sie für eine Peelingsitzung ca 30 min Zeit veranschlagen müssen. Insgesamt sind erfahrungsgemäß 6-10 dieser Behandlungen notwendig, bevor sich ein sichtbarer Behandlungserfolg einstellt.

5. Therapie von Zeichen der Hautalterung mittels Mikroabrasion

Was bereits im alten Ägypten seinerzeit mit Nilsand durchgeführt wurde, ist in die Neuzeit übertragen und weiterentwickelt, die Mikroabrasion, vom Prinzip ein physikalisches Peeling.
Heute werden hierfür feinste Aluminiumgranula durch eine Zersteuberdüse per genau regulierbarem Druck auf die Haut aufgestrahlt und sofort über Vakuum wieder abgesaugt. Hierdurch werden bereits abgestorbene Zellen der oberen Hornschicht der Haut homogen entfernt, so dass in der darunterliegenden Basalzellschicht die Neubildung frischer Hautzellen angeregt wird. Es kommt zur Wiederherstellung einer intakten Hornschicht. Die Aufnahme der Haut für nachfolgende Aknetherapeutika ist daher erhöht und verbessert, wodurch die schnellere Abheilung der Akne gefördert wird.
Außerdem wird durch die Mikroabrasion das Hautrelief verbessert.
Eine Vorbehandlung Ihrer Haut ist für die Mikroabrasion nicht erforderlich. Durch den genau regulierbaren Druck des Kristallstrahls ist eine sehr präzise Abschleifung der oberen Zellschicht gewährleistet, wodurch Nebenwirkungen wie Hautrötungen auf ein Minimum reduziert sind.

Nach der Peelingbehandlung ist eine direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da wegen der kurzfristig erhöhten Sonnenempfindlichkeit die Gefahr eines Sonnenbrandes mit sekundären Pigmentverschiebungen möglich sein könnte. Neben der vorübergehend erhöhten Sonnenempfindlichkeit können als weitere mögliche Nebenwirkungen nach dem Peeling eine Hautrötung und ein subjektives Brennen in den behandelten Arealen verspürt werden, sehr selten und nur ausnahmsweise kommt es zur Narbenbildungen und Pigmentverschiebungen. Bei guter Verträglichkeit bleiben Sie auf Grund der kaum sichtbaren Wirkungen unmittelbar nach der Peelingbehandlung „gesellschaftsfähig“.

Wie eingangs gesagt „Forever joung ein Wunschtraum so alt wie die Menschheit!“
Leider ist auch bis heute dieser Wunsch ein zeitlich begrenztes Privileg unserer Jugend geblieben. „Forever joung“ bleibt ein unerfüllbarer Wunschtraum.

„Longer young“ ist jedoch heute mittels der beschriebenen Verfahren der modernen Medizinkosmetik erreichbar zur Realität geworden.:

also, Möchten Sie jünger aussehen ?

 

© 2018 - Dr. med. Frank Latzke, Burgstr. 11, 63755 Alzenau
Tel. 06023/970253


Die vorliegende Patienteninformation meiner Praxis wurde für Sie nach dem heutigen Stand des ärztlichen Wissens auf der Basis der aktuellen medizinischen Fachliteratur erstellt.

2. Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Merz Pharmaceuticals Hyal-System.


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